Kategorie: Auto

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  • Starthilfe von Auto zu Auto


    Beim Überbrücken von Auto zu Auto ist die richtige Reihenfolge wichtig, um Funkenbildung und Schäden an der Elektronik zu vermeiden.
    Die übliche und sichere Reihenfolge lautet:

    1. Rotes Kabel (Pluspol):

    1. An Pluspol der Batterie des Spenderfahrzeugs anschließen.
    2. An Pluspol der Batterie des Empfängerfahrzeugs anschließen.

    2. Schwarzes Kabel (Minuspol):
    3. An Minuspol der Batterie des Spenderfahrzeugs anschließen.
    4. An einen blanken, unlackierten Metallteil (z. B. Motormasse oder Karosserie) des Empfängerfahrzeugs, nicht an den Minuspol der Batterie.

    • Grund: So werden Funken weit weg von der Batterie erzeugt, wo sich eventuell explosive Knallgase sammeln könnten.

    Nach dem Starten:

    • Motor des Empfängerfahrzeugs ein paar Minuten laufen lassen.
    • Abklemmen in umgekehrter Reihenfolge:
      1. Schwarzes Kabel vom Empfänger-Metallteil lösen.
      2. Schwarzes Kabel vom Minuspol des Spenderfahrzeugs lösen.
      3. Rotes Kabel vom Pluspol des Empfängerfahrzeugs lösen.
      4. Rotes Kabel vom Pluspol des Spenderfahrzeugs lösen.

    💡 Tipp: Beide Fahrzeuge sollten beim Anschließen ausgeschaltet sein, erst nach kompletter Verbindung den Spender starten.

  • Autos mit hoher Haltbarkeit


    Laufleistung robuster Fahrzeugmodelle

    Tabelle mit realistisch erreichbaren Laufleistungen bei guter Wartung:


    ModellBeste Baujahre / Motoren (grün = Top)Baujahre mit Vorsicht (gelb = teils anfällig)Haupt-probleme bei gelbRe-alistische Lauf-leistung
    Toyota Land Cruiser🟢 J80 (1990–1997, 1HZ, 1HD-FT), J100 (1998–2007, 1HD-FTE, 4.7 V8)🟡 J200 (2008–2021)Mehr Elektronik, teurere Reparaturen🟢 700.000–1.000.000 km
    Toyota Hilux🟢 5. Gen (1988–1997), 6. Gen (1997–2005, Saugdiesel)🟡 Ab 2005 (D-4D)Common-Rail-Empfindlichkeit bei schlechtem Diesel🟢 500.000–800.000 km
    Toyota Corolla🟢 E100 (1991–1997), E110 (1995–2000, 1.3–1.6 Benziner)🟡 Ab ca. 2015Downsizing-Turbos, Direkteinspritzung🟢 400.000–600.000 km
    Honda Accord🟢 5. Gen (1993–1997), 6. Gen (1998–2002, 2.0/2.3 Benzin)🟡 Ab 2008Automatikgetriebe bei US-Versionen🟢 400.000–600.000 km
    Honda Civic🟢 5. Gen (1991–1995), 6. Gen (1995–2000)🟡 Ab 2005 (8. Gen)Elektronik, komplexere Reparaturen🟢 350.000–500.000 km
    Mercedes W123/W124🟢 W123 (1976–1985, OM615/616/617), W124 (1985–1995, OM603/606)🟡 W210 (1995–2002)Rost, Elektronikprobleme🟢 700.000–1.000.000 km
    Volvo 240/740/940🟢 Alle bis ca. 1998🟡 Spätere V70 (ab 2001)Elektronik, Getriebe🟢 500.000–800.000 km
    Lexus LS400🟢 Serie 1 (1989–1994), Serie 2 (1995–2000)🟡 Spätere LS-ModelleElektronikkomplexität🟢 500.000–800.000 km

    💡 Interpretation:

    • Werte im Bereich 700.000–1.000.000 km sind meist nur mit robusten Saugdieseln oder sehr großvolumigen Benzinern erreichbar, die wenig thermisch belastet werden.
    • Die japanischen Mittelklasse-Benziner (Accord, Corolla, Civic) schaffen mit guter Pflege 400–600 Tkm, was im Alltagsbetrieb schon 20–30 Jahre bedeuten kann.
    • Elektronik und Abgasnachbehandlung sind oft der limitierende Faktor bei neueren Baujahren, nicht der Motor selbst.

    1. Toyota Land Cruiser

    • Extrem robust:
      • J80 (1990–1997), besonders mit 4.2-Liter Saugdiesel (1HZ) oder 4.2-Turbodiesel (1HD-FT).
      • J100 (1998–2007) mit 4.2 Diesel 1HD-FTE oder 4.7 V8 Benzin.
    • Ab J200 (2008–2021): weiterhin zuverlässig, aber deutlich mehr Elektronik – bei schlechter Wartung anfälliger.

    2. Toyota Hilux

    • Legendär robust:
      • 5. Generation (1988–1997) und 6. Generation (1997–2005) mit Saugdieseln (2.4 D, 2.8 D).
    • Ab 2005: immer noch gut, aber Common-Rail-Diesel (D-4D) erfordern saubereren Kraftstoff und gute Pflege.

    3. Toyota Corolla

    • Unkaputtbar:
      • E100 (1991–1997), E110 (1995–2000) mit 1.3–1.6 Benzin ohne Direkteinspritzung.
    • Neuere Generationen ebenfalls gut, aber mehr Elektronik und kleinere Turbobenziner bei neueren EU-Versionen (potenziell kürzere Langstrecken-Lebensdauer).

    4. Honda Accord

    • Top-Baujahre:
      • 5. Generation (1993–1997)
        1. Generation (1998–2002) – besonders 2.0 und 2.3 Benziner.
    • Ab ca. 2008 teilweise Probleme mit Automatikgetrieben (v. a. in USA-Versionen).

    5. Honda Civic

    • Sehr robust:
      • 5. Generation (1991–1995), 6. Generation (1995–2000) – ohne VTEC-Überzüchtung im Alltag.
    • Ab 8. Generation (2005) mehr Elektronik, teurere Reparaturen möglich.

    6. Mercedes W123 / W124

    • W123 (1976–1985): OM615/616/617-Dieselmotoren – millionentauglich.
    • W124 (1985–1995): OM603/OM606-Diesel – extrem haltbar.
    • W210 (1995–2002): nur frühe Baujahre (bis ca. 1998) einigermaßen solide, später Rost- und Elektronikprobleme.

    7. Volvo 240, 740, 940

    • Alle Baujahre bis ca. 1998 nahezu gleich robust, wenn Rost im Zaum gehalten wird.
    • Die Fünfzylinder in späteren V70 (bis 2000) ebenfalls sehr langlebig.

    8. Lexus LS400

    • Erste Serie (1989–1994) und zweite Serie (1995–2000) gelten als „Panzer“ unter den Limousinen.
    • Spätere LS-Modelle ebenfalls solide, aber komplexere Elektronik.

    💡 Faustregel:

    • Baujahre 1990–2005 sind oft die „goldene Ära“ der Haltbarkeit – moderne Fertigungsqualität, aber noch ohne hochkomplexe Elektronik oder sehr strenge Abgasnachbehandlung.
    • Ab Euro 5/6 (2010+ in EU) nehmen Empfindlichkeit (z. B. Partikelfilter, AGR, Turbolader) und Reparaturkosten oft zu.